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Flicken statt wegwerfen.

Auch für Puppen gibt es einen Doktor

Was machen, wenn der Wasserhahn tropft, die Wanduhr nicht mehr richtig tickt, der Fernsehapparat streikt oder die Kaffeemaschine ihren Dienst verweigert!
Beim Flicken geht es darum, die Funktion eines Gerätes zu erhalten. Das rasche, oftmals provisorische Flicken kann über eine Notfallsituation hinweghelfen oder gar die Lebensdauer eines geliebten Gegenstandes verlängern. War das Flicken bis Ende der 1970er-Jahre aber noch die Standardlösung bei verschiedensten Geräten, so verliert es in Zeiten von Ersatzteillagern und angesichts wachsender Komplexität zusehends an Stellenwert. Wann ist eigenhändiges Flicken angebracht? In welchen Situationen lohnt sich ein vollständiger Ersatz?

Man denkt an gewiefelte Hemdenkragen und geplätzete Hosenknies, an neu verkittete Fenster oder an frisch gestrichene Gartenzäune, vielleicht an Fleckenentferner oder Tipp-Ex.
Doch darüber hinaus sind es auch emotionale Werte, die eine Reparatur lohnende machen. Wenn es sich um alte Spielsachen handelt oder um Antiquitäten, die einem über die Jahre meist sehr lieb geworden sind und deshalb noch möglichst lange «halten» oder erhalten sein sollen.
So gibt es z.B. auch Kliniken für demolierte Puppen, die neue Augen einsetzen und Gliedmassen ergänzen.

Wann lohnt sich eine Reparatur

Ob eine Reparatur sinnvoll ist, ist abhängig von der Komplexität des Gegenstandes und von der Notwendigkeit der Funktionen. Evtl. handelt es sich um ein «Montagsmodell» und die Garantieleistung ist noch zu nutzen. Ist diese Garantie abgelaufen, können Reparaturen an Haushalts- oder Elektronikapparaten in herkömmlichen Fachgeschäften schnell teuer werden. Bei Stundenansätzen von bis zu 150 Franken kostet die Instandstellung oft mehr, als das Kleingerät je wert war. Kleinere Werkstätten reparieren kaputte Alltagsgegenstände oft kostengünstiger. Das Wegwerfen und Ersetzen eines Kleingerätes ist hingegen energietechnischer Unsinn, sagen Experten. Auf diese Weise entstehe massenhaft «graue Energie», die bei Herstellung, Transport und Entsorgung aufgewendet wird, aber durch eine Instandstellung tiefer gehalten werden kann.

Wann sind Geräte endgültig Elektroschrott?

In eine andere Kategorie fallen Haushalt-Grossgeräte. Ältere Kühlschränke, Wasch- und Abwaschmaschinen unterscheiden sich gerade in ihrem Energieverbrauch merklich von neuen Modellen. Diese führen durch effizienteres «Arbeiten» zu einem geringeren Stromverbrauch. Nach einer bestimmten Nutzungszeit ist die in den Neugeräten steckende graue Energie wieder eingespart und die Energiebilanz wird positiv.
Positiv wirkt sich ein Ersatz bei Kühl- und Gefriergeräten aus, wenn das Gerät mehr als zehn Jahre alt und das neue Gerät stromsparend ist. Grossgeräte sind grundsätzlich mit Energieklassen angeschrieben: Die Klassen A+ und AA+ garantieren einen geringen Stromverbrauch. Bei einem Neukauf kann das alte Gerät grundsätzlich kostenlos an der Verkaufsstelle entsorgt werden.
Defekte Waschmaschinen, die weniger als 15 Jahre alt sind, lassen Sie aufgrund ihrer hochwertigen Komponenten besser reparieren. Muss das Gerät doch ersetzt werden, empfiehlt sich auch hier eine möglichst effiziente Energieklasse. Sie sorgt für deutlich tiefere Stromkosten.
Entscheidend ist der Stromverbrauch auch bei Wäschetrocknern. Im Vergleich zu herkömmlichen Tumblern reduzieren Wärmepumpentumbler den Stromverbrauch um die Hälfte ? die graue Energie ist so schon in einem halben Jahr eingespart! Wenn bei einem herkömmlichen Tumbler nach Ablauf der Garantie ein Defekt auftritt, empfiehlt sich also statt einer Reparatur der Ersatz durch einen Wärmepumpentumbler.
Einen informativen Flyer zur Frage «Ersetzen oder reparieren bei Grossgeräten?» hat der WWF hier online gestellt. Hier kann man sich detailliert darüber informieren, ab welchem Zeitpunkt ein Ersatz ökonomisch und ökologisch Sinn macht.

Entsorgung

Elektrische Geräte können dank vorgezogener Reyclinggebühr kostenlos bei den Verkaufsstellen oder bei den Sammelstellen der Gemeinden entsorgt werden. Im Übrigen gibt es auf www.sens.ch weitere Informationen punkto fachgerechter Entsorgung.

Nähkunst

Einer hohen Beliebtheit erfreut sich nach wie vor das Nähen. Kleinere Löcher an Kleidung und anderen Stoffen können durch wenige Stiche wieder behoben und geflickt werden; es lohnt sich oft, Defekte im Anfangsstadium bereits zu beheben und so einer Schadensvergrösserung zuvorzukommen. Dazu greift man entweder zu Nadel und Faden oder zur Nähmaschine. Diese erwerben Sie am besten im Fachhandel ? zum Beispiel bei Bernina. Von modernen einfachen Geräten mit den üblichen Grundfunktionen bis hin zu Hightech-Nähcomputern gibt es heute eine grosse Auswahl. Neben simplen Flickarbeiten erfreuen aber auch neue Kleider aus eigener Produktion.
Wer den Umgang mit Nadel und Faden und mit Nämaschinen erlernen will, für den gibt es ein grosses Angebot an Nähkursen, auch für Anfänger.

Velo

Wie ein platter Fahrradreifen geflickt wird, lernt man oftmals schon im Primarschulalter. Die dazu nötige Ausrüstung ist im Miniformat noch immer an älteren Velos angebracht und im Fahrradhandel erhältlich. Velomechaniker flicken einen auf Anfrage natürlich nicht nur den Reifen, sondern auch alle weiteren lädierten Teile des geliebten Drahtesels. Ein neues oder fast neues Occasionsmodell erwirbt man beispielsweise auf einer der diversen Velobörsen, die auf der Seite von Pro Velo aufgelistet sind.
Und wer sich doch einmal selbst an Pneu oder Felgenbremsen versuchen will, informiert sich in der Reparaturecke von Velofix.

Handy

Durch immer kompliziertere Elektronik und zusätzliche Funktionen sind heutige Handys nicht nur filigraner, sondern auch bedeutend empfindlicher gegenüber Beschädigungen aller Art geworden. Flicken ist hier, im Sinne von eigenständigen Wiederbelebungs-Versuchen, weder üblich noch allzu oft möglich. Beim typischen Fall des ins Wasser gefallenen Handys empfiehlt sich der Versuch, das Gerät für einige Stunden in Reis zu legen. Ausserdem bieten diverse Firmen Handyreparaturen an; z.B. «iKlinik» , die für einen Pauschalpreis von 98 Franken Ihr Handy wieder zusammenflickt oder, sollte sich das Gerät als irreparabel entpuppen, kostenlos entsorgt.

Wann hat ein Computer ausgedient?

Zuerst sollte man abklären, für was ein Computer gebraucht wird, Wenn es wirklich nur darum geht die Administration zu erledigen,
dann braucht es nicht das neueste und teuerste Modell sein.
Für die Reparatur oder den Kauf von gebrauchten Apple-Produkten ist "revendo.ch" mit Standorten in Basel, Bern, Zürich, Dietikon, St. Gallen & Luzern eine gute Adresse.

 

 


Weitere Informationen


Firmen, die Ihnen bei der Reparatur Ihres Lieblingsstücks behilflich sein können, finden Sie auch im Branchenregister auf Handwerk.ch